Gesundheit

Herpes Virus ein Leben lang?

(Quelle: Lebe natürlich Magazin (4/2015) von Dr. phil. Doris Steiner-Ehrenberger)

Wer kennt sie nicht? Lästige, schmerzhafte Bläschen, die immer wieder kommen. Fast jeder trägt den Herpes simplex-Erreger in sich. Doch mit den richtigen naturheilkundlichen Maßnahmen lässt sich das Immunsystem so festigen, dass es zu keinem Ausbruch mehr kommt. Die Natur hat sogar Soforthilfe parat um eine bereits einsetzende Bläschenbildung zu stoppen.

Man nennt sie schlicht „Fieberblasen“, weil sie gern dann auftauchen, wenn man geschwächt ist, etwa von einem grippalen Infekt  mit Fieber oder wenn man sehr gestresst ist. Ausgelöst werden die unattraktiven, oft schmerzhaften Eiterherde an den Lippen  (Herpes labialis) von sogenannten Herpes simplex-1 (HSV-1). Dabei liegt die Erstinfektion mit dem weltweit verbreiteten Virus meist schon lange zurück. Der Mensch ist unter allen Lebewesen der einzige Wirt für das Virus. Lebenslang. Lippenherpes kann durch Speichelkontakt und Schmierinfektion bereits ab dem Säuglingsalter im normalen familiären Umgang erworben werden. Da es bei Babies bei einer Infektion zu schweren Folgen, sogar zu Gehirnhautentzündung, kommen kann, müssen selbst noch so  glückliche Eltern auf das Küssen ihres Babies verzichten, wenn sie eine Fieberblase haben. Wichtig ist auch, auf Hygiene bei  Besteck, Gläsern und Zahnbürsten zu achten. Schnuller oder Sauger vom Fläschchen sollten nur vom Baby in den Mund genommen werden. Bei Lippenherpes durchläuft man folgende Stadien: Juckreiz auf der Lippe, Bläschenbildung, Anwachsen des Bläschens, Aufbrechen und schließlich Verkrustung, Abfallen der Kruste mit noch länger sichtbarer Hautrötung. Neben dem Herpes labialis ist der durch den Erreger Herpes simplex-2 hervorgerufene Herpes genitalis verbreitet. Hat man sich einmal damit (in erster Linie bei  ungeschütztem Geschlechtsverkehr) infiziert, kommt es auch hier immer wieder zu Ausbrüchen schmerzhafter Bläschen und  Lymphschwellungen in der Leiste. Das Herpes simplex-Virus kann durch eine Verschleppung der Viren – oft nach Kontakt der Hände mit der Bläschenflüssigkeit – ebenso in Hautregionen auftreten, in denen primär eine Infektion nicht zu erwarten ist. Es  kann zu Bläschenbildung in der Nase, an den Wangen, den Augen oder anderen Körperstellen kommen. Weit verbreitet ist außerdem die sogenannte „Gürtelrose“ (Herpes zoster), die ebenso eine Herpes-Erkrankung ist, ausgelöst durch die Reaktivierung
des Varizella-Zoster-Virus, das als Verursacher der Windpocken bekannt ist. Nach dem ersten Ausbruch treten HSV-1- und HSV-2-Infektionen bei manchen Menschen in regelmäßigen Abständen auf, während andere nie wieder unter den bekannten Symptomen leiden müssen, obwohl das Virus nach wie vor in ihnen schlummert. Vier von fünf Menschen bemerken gar nichts davon, da die Primärinfektion ohne weitere Komplikationen verlaufen ist und die Betroffenen auch später vollkommen symptomfrei bleiben.
Dennoch können sie das Virus auf andere Menschen übertragen.

Herpes – was tun?

Die Viren vollständig und dauerhaft loszuwerden ist nach aktuellem Stand der Medizin nicht möglich. Denn die Viren selbst sind durch äußerliche Einwirkung auf infizierte Stellen nicht zu erreichen. Sie halten sich in den Nervenganglien im Körperinneren auf. Dennoch hat man gute Chancen, Neuinfektionen zu verhindern bzw. bei einem Auftreten der Bläschen sofortige Gegenmaßnahmen zu setzen. Der Schlüssel dazu? Das Immunsystem. Jedes Virus kann nur dann ausbrechen, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Etwa bei Ärger oder bei Stress, auch bei Ekelgefühl, bei einer schwächenden Erkrankung, bei Frauen während der Menstruation, bei Schlaf- oder Bewegungsmangel, bei Strahlenbelastungen etwa durch geopathogene Störzonen und Elektrosmog, bei Giftbelastung beispielsweise mit Schwermetallen oder bei schlechter Ernährungslage. Womit sowohl Nährstoffmangel durch intensiv bewirtschaftete, ausgelaugte Böden gemeint ist, als auch durch eine Ernährung mit moderner, hochverarbeiteter
Industrienahrung statt ursprünglichen Lebensmitteln. Letztlich wirkt auch die individuelle Stoffwechsellage ins Immungeschehen
ein, finden doch immunologische Prozesse zu einem hohen Prozentsatz im Darm statt und der kann etwa durch Unverträglichkeiten
geschädigt sein. Speziell davon betroffen: Die Dünndarmschleimhaut. Dort befindet sich ein Großteil unseres spezialisierten Immunsystems in Form von Lymphfollikeln – Kolonien jener Abwehrzellen, die die Antikörper produzieren. Für die Gesundheit der Dünndarmschleimhaut spielen speziell Laktobazillen eine wichtige Rolle. Lactobac Darmbakterien bieten etwa genau den  Bakterienstamm, der robust und vielseitig genug ist, um alle Funktionen des Darms zu unterstützen und das richtige Milieu
zu schaffen.

Ernährung: Auf Lysin achten

Eine herpesspezifische Ernährung sollte eher weniger die Aminosäure Arginin als die Aminosäure Lysin enthalten. Arginin ist im Grunde eine Aminosäure mit sehr positiver Wirkung, doch sollte bei der Herpes-Behandlung ihr Gegenspieler Lysin bevorzugt werden. Der Verzehr von lysinreichen Lebensmitteln wie Bohnen, Linsen und Soja, aber auch Fleisch, Eiern und Kartoffeln kann
hilfreich sein. Wer Lysin als Nahrungsergänzung nehmen möchte, ist mit einer Mischung aller 8 essentiellen Aminosäuren
(Aminosäuren I) besser dran als mit isoliertem Lysin, wirkt es doch in Verband mit den anderen essentiellen Aminosäuren besser als allein. Wer eine argininhältige Aminosäuremischung (Aminosäuren III) etwa für die Gefäße oder fürs Abnehmen einnimmt und zu Herpes neigt, sollte idealerweise mit der lysinhältigen Aminosäuremischung I kombinieren. Lippenherpes tritt eher bei  trockener, ungeschützter Haut auf, daher ist gute Pflege besonders wichtig. Wunderbar ist etwa Rizinusöl, täglich einige Tropfen als Lippenbalsam angewandt. Mit Rizinusöl kann man nebenbei auch Wimpern, Augenbrauen und Haare verschönern, da es glättet,
stärkt und pflegt (nur wenig auf die Deckhaare und dann zweimal mit Shampoo waschen).

„Ich habe schon alles probiert …

… und nichts hat geholfen. Wenn die Fieberblase sich entwickelt, ist sie durch nichts mehr zu stoppen.“ Haben Sie das auch
schon erlebt? Man kann die entstehende Fieberblase jedoch eindämmen, auch die begleitenden Lymphdrüsenschmerzen im Zaum halten. Alles immunstärkende ist hier hilfreich. Heilpilze, wie wahlweise etwa Reishi, Cordyceps, Agaricus, Hericium oder Coriolus Heilpilz in zweifacher Tagesdosis, kombiniert mit flüssigem Silizium beschleunigen den Abheilungsprozess (bei jeder Art von  Herpes) wesentlich. Macht man damit eine „Kur“ über mehrere Monate, können langfristig gesehen weitere Herpes-Ausbrüche  verhindert werden. Der Heilpilz arbeitet gleich an zwei Fronten: Einerseits bekämpft er im akuten Herpes-Fall die  bläschenauslösenden Viren und stärkt andererseits langfristig das Immunsystem. Das flüssige Silizium ist eine Art Weckdienst für  die unspezifische Immunabwehr. Bis zur Immunstärkung durch diese Mittel ist es aber für viele wünschenswert eine Soforthilfe zur  Hand zu haben. Das ist auf Grund unserer Erfahrungen kolloidales Zink als wässrige Lösung zum Einnehmen – mehrmals täglich  ein Schluck. Dazu wendet man kolloidales Silberöl an, mehrmals am Tag direkt auf die betroffene Stelle tupfen. Man kann  kolloidales Silberöl auch abwechselnd mit kolloidalem Zinköl auftragen. Diese Sofortmaßnahmen helfen selbst bei einem  angeschlagenem Immunsystem, während eines grippalen Infekts oder in der Heuschnupfenzeit. Bei Herpes zoster hat sich die Kombination von Vitamin B-Komplex aus Quinoa, flüssigem Silizium, Sternanis und einem der genannten Heilpilze bewährt. In  den ersten drei Tagen die bis zu doppelten Tagesdosen, danach in der normalen Tagesdosierung. Sternanis ist überhaupt eine  geniale Hilfe bei Viren aller Art, verhindert es doch das Lösen des Virus von der Wirtszelle und damit seine Vermehrung.

Quelle: Lebe natürlich Magazin (4/2015) von Dr. phil. Doris Steiner-Ehrenberger

 

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